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Neues aus dem Inklusionskindergarten Lappersdorf

Lappersdorf investiert acht Millionen Euro für Kindergarten

Laut Aussage von Bürgermeister Franz Rumstadt ist „ein bedeutender Schritt für die Zukunft der Kinderbetreuung in Lappersdorf geschafft“. Es wurden Entscheidungen sowohl für die Errichtung eines Ausweichquartiers als auch für die anschließende Generalsanierung und Erweiterung des Inklusionskindergartens getroffen. Als Ausweichquartier für die Kinder während der Bauzeit wird auf dem Rathausparkplatz ein moderner, zweigeschossiger Container in Modulbauweise errichtet und bis zum Ende des Kindergartenjahres 2026/2027 fertiggestellt. Wie Rumstadt betonte, handelt es sich dabei nicht um eine „einfache, provisorische Containerlösung, sondern um eine funktional hochwertige Anlage“. Die vorgesehenen Module waren bereits in Kaufbeuren erfolgreich als Kindertageseinrichtung im Einsatz und erhalten jetzt kostengünstig in Lappersdorf eine neue Verwendung.

Ein völlig neues Aussehen bekommt der Inklusionskindergarten Lappersdorf nach dem Umbau mit Generalsanierung, wie den ersten Entwurfsplanungen der Architekturbüros zu entnehmen ist. (Foto: Josef Dummer)
Ein völlig neues Aussehen bekommt der Inklusionskindergarten Lappersdorf nach dem Umbau mit Generalsanierung, wie den ersten Entwurfsplanungen der Architekturbüros zu entnehmen ist. (Foto: Josef Dummer)

Weitere Container sollen nur angemietet werden

In der Sitzung stellten Architekt Alexander von Schultz und Bauamtsmitarbeiter Nico Kuether die Planungen zur Errichtung einer zweistöckigen Containeranlage auf dem Rathausparkplatz vor. Der Entwurf sei mit der Kindergartenleitung, dem Träger Katholische Jugendfürsorge sowie mit dem Kreisjugendamt abgesprochen, bestätigte Kuether. Daraufhin beschloss der Marktgemeinderat einstimmig die vorgestellte Entwurfsplanung für die Containeranlage. Mehrheitlich sprach sich das Gremium ebenso dafür aus, die weiter notwendigen Container nur anzumieten, und zu gegebener Zeit darüber zu beraten, was in der Zukunft sowohl mit den gekauften als auch mit den angemieteten Containern geschehen soll. Als erster Schritt ist nunmehr geplant, das Gelände beim Rathaus bis Ende Oktober so weit herzurichten, dass die gekauften Container bis zum Aufbau der Anlage im Juli und August nächsten Jahres dort zwischengelagert werden können. Die Kosten für die Containeranlage werden auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzt. In Ergänzung dazu stellten die Architektenbüros Köstlbacher-Miczka und Nextstep Group schon einmal die Entwurfsplanung und Kostenberechnung für die Generalsanierung mit Erweiterung und Abbrucharbeiten des bestehenden Kindergartens vor. Die Gesamtkosten werden auf 8,2 Millionen Euro geschätzt, und das neue, umfassend modernisierte Gebäude soll im Jahr 2029 bezugsfertig sein. Aus dem Marktrat kamen weitere Vorschläge wie eine Wärmeversorgung, mit der auch das Rathaus beheizt werden könnte, oder zur Kühlung des Gebäudes, was noch je nach Möglichkeit der Umsetzung und Kosten geprüft werde, versprach Bürgermeister Rumstadt. Wie Geschäftsleiter Christian Gamon mitteilte, würden neben der bereits laufenden Neugestaltung der Ortsdurchfahrt und des Marktplatzes von Lappersdorf weitere städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten bestehen, für die im Rahmen eines festzulegenden „Stadtumbaugebietes“ eine besondere Förderung möglich sei. Neben der bereits in die Wege geleiteten Neugestaltung der Regensburger Straße und des Marktplatzes könnten damit laut Rumstadt viele weitere Maßnahmen in einem Gesamtkonzept betrachtet und aufeinander abgestimmt werden.

Städtebauliches Konzept soll Einzelprojekte einbeziehen

Dazu zählte er besonders die Verbesserung der Parkplatzsituation rund um das Aurelium, die städtebauliche Neuordnung des Bereichs Regensburger Straße 1 bis 5 sowie die Prüfung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Oppersdorfer Straße und Umgehungsstraße. Auch die Optimierung des Parkplatzes Lappersdorf-Mitte und weiterer Zufahrtssituationen soll untersucht werden. Weitere Schwerpunkte bilden die Aufwertung des Metzenbachtals als Freizeit- und Erholungsraum, die seniorengerechte Neugestaltung des Stachus, die Verbesserung des Kindergartenvorplatzes sowie die Entwicklung des Rathausumfelds. Den Vorteil sah Rumstadt darin, statt einzelne Projekte isoliert zu planen, die verschiedenen Vorhaben künftig in einen übergeordneten städtebaulichen Zusammenhang zu stellen. Diese Möglichkeit ergibt sich derzeit durch die Städtebauförderung des Bund-Länder-Programms, die entsprechende Maßnahmen derzeit mit einem Regelfördersatz von 60 Prozent der förderfähigen Ausgaben unterstützt. Im nächsten Schritt soll nun ein Planungsbüro mit der Erstellung des städtebaulichen Entwicklungskonzepts beauftragt werden, damit der Marktgemeinderat dann über die formelle Festlegung des Stadtumbaugebiets entscheiden könne. Dem wurde geschlossen zugestimmt, allerdings mit dem Hinweis von Marktrat Stefan Königsberger, daneben auch die anderen Ortsteile nicht zu vergessen.

Text: Josef Dummer